Die 2. Mannschaft des Schachklubs Bad Homburg trat vollständig in Gießen an. Zu erwähnen ist allerdings, dass 2 Spieler der 2. Mannschaft in der 1. Mannschaft gegen Gießen 1 eingesetzt werden mussten. Dafür gab es die Ersatzspieler Jan Goetz und Jelena Schwegler aus der 3. Mannschaft. In einem spannenden Kampf behielten die Bad Homburger die Oberhand und gewannen knapp mit 4½:3½
Zum Spielverlauf:
Als erster gewann Max Ringel nachdem sein Gegner frühzeitig einen Springer geopfert hatte und dafür eine durchaus erfolgsversprechende Stellung erhielt. Er spielte allerdings nicht konsequent weiter, vergab damit seine Chancen und verlor.
Hellmuth Lebermann spielte eine großartige Partie. Er nutzte das zu passive Spiel seines Gegners und kam zu leichten Vorteilen.
Nach dem Fehler 23. - e5 folgte 24. b5 Sb8 25. b6 axb6 und Weiß gewinnt mit 26. Txa8 bxc5 die Qualität.
Nach 30. - f6? wurde die Partie durch 31. Dd5 Kf8 32. Txb8 Txb8 33. Sd7 schnell beendet. Eine große Leistung gegen einen starken Gegner für Hellmuth.
Das war erst einmal ein guter Auftakt.
Otto Reimer versuchte so Einiges, um seinen Gegner in Bedrängnis zu bringen. Der war allerdings gut vorbereitet. Als nach dem erzwungenen Damentausch die eigenen Schwächen sichtbarer wurden, war das Remis eine gute Lösung.
Walter Heil kam gegen die starke Gießener Spielerin nach der Eröffnung in eine schwierige Position. Sie konnte dieses aber nicht ausnutzen und die Partie endete nach entsprechendem Gegenspiel im Remishafen.
Am Spitzenbrett stand Ramat Faqiry immer etwas besser. Er wollte allerdings den Sieg. Mit einem missglückten Figurenopfer verlor er leider diese Partie.
Die Partie von Jan Goetz war kampfbetont. Letztendlich konnte sich aber niemand durchsetzen und so endete die Partie Remis.
Die starke Jugendspielerin Jelena Schwegler gab ihr Debüt in der 2. Mannschaft. Sie musste erstmalig gegen einen - nominell etwas stärkeren - blinden Spieler antreten und wurde in die speziellen Regularien eingewiesen. Nach einem Spiel mit beiderseitigen Chancen, musste sie sich in der Schlussphase umsichtig verteidigen und erreichte das Remis.
Jetzt stand es 4 : 3 für Bad Homburg. Es folgte ein Krimi für die Zuschauer. Nach bis dahin wechselseitigem Spiel standen die Chancen überwiegend auf der Seite des Gegners von Matthias Schramm. In einer beiderseitigen Zeitnotphase von jeweils 2,5 Minuten entschloss er sich zum Turmopfer auf b3.
Der Überraschungseffekt war auf seiner Seite. Von den Engines wurde das Opfer zwar widerlegt, aber nach 36. cxb3 Tb3 37. Dc1 d4 38. Ka2 gxf5 39. gxf5 c3 folgte der überraschende Zug 40. Lh6. Hiermit war eine für beide Seiten brandgefährliche Stellung erreicht. Der Gegner schätzte sie als schlechter für sich ein und nahm das Remisangebot an.

Nach diesem erfreulichen Sieg befindet sich Bad Homburg 2 im Mittelfeld der Tabelle und wird versuchen, diese Position weiter auszubauen.
Die Einzelergebnisse:
Gießen II | Bad Homburg II | 3,5-4,5 | ||
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Goff, Simon | 1807 | Faqiry, Ramat | 1973 | 1-0 |
Bahlo, Jens | 1800 | Schramm, Matthias | 1873 | ½-½ |
Orwatsch, Gerhard | 1984 | Lebermann, Hellmuth | 1878 | 0-1 |
Donchenko, Irina | 1890 | Heil, Walter | 1827 | ½-½ |
Thomanek, Martin | 1699 | Reimer, Otto | 1801 | ½-½ |
Kunkel, Wolfgang | 1581 | Ringel, Max | 1719 | 0-1 |
Beckers, Willi | 1665 | Schwegler, Jelena | 1629 | ½-½ |
Bicer, Himmet | 1787 | Goetz, Jan | 1802 | ½-½ |